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Was ich schon beim fotografieren beachte

Je mehr man später in der Bearbeitung korrigieren muss, desto mehr Zeit kostet ein Bild am Ende.

Deshalb versuche ich inzwischen, schon beim Fotografieren möglichst viele Dinge bewusst zu beachten. Nicht, weil jedes Foto perfekt aus der Kamera kommen muss, sondern weil eine gute Ausgangsdatei einfach vieles leichter macht.

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Der Hintergrund
Bevor ich überhaupt anfange, gucke ich mir den Bereich genau in, in dem ich fotografieren möchte. Sind da grobe Elemente wie Äste, dicke Steine, grobes Laub, etc. die später stören könnten?
Stört irgendetwas sehr, fange ich auch mal kurz an, alles etwas "aufzuräumen". 
Man glaubt nicht, welche kleinen Dinge später im Bild unruhig wirken oder sogar den Blick stören. 
Ja, man kann auch dabei in der Bildbearbeitung später viel verschwinden lassen, aber das kostet nicht nur viel Zeit und manchmal etwas Fingerspitzengefühl, sondern klappt auch nicht immer ganz reibungslos. Gerade wenn störende Elemente mit den Rändern des Motivs kollidieren, hat man nicht immer die Chance, etwas sauber zu entfernen.

Das Licht und die Richtung

Ich achte darauf, woher das Licht kommt und wie es auf den Hund fällt.

Gerade bei dunklem Fell macht das einen großen Unterschied. Zu harte Kontraste, ausgefressene Stellen oder ein Gesicht, das komplett im Schatten liegt, lassen sich später zwar teilweise korrigieren -einfacher ist es aber, die Situation vorher gut einzuschätzen.

Abstand und Perspektive

Der Abstand zum Hintergrund beeinflusst stark, wie ruhig ein Bild wirkt.

Je weiter der Hund vom Hintergrund entfernt steht, desto besser lässt er sich in vielen Situationen freistellen.

Auch meine eigene Höhe verändert das Bild enorm. Deshalb fotografiere ich Portraits häufig auf Augenhöhe oder etwas tiefer, statt einfach von oben herunter.

Kleine Details
Ich schaue außerdem auf Dinge, die später unnötig Arbeit machen würden.

Eine verdrehte Leine, ein störendes Haar am Auge, ein Ast direkt am Körper oder eine Position, die einfach nicht gut aussieht.
Gerade bei Bildern im Stand ist es super wichtig, darauf zu achten, dass die Hunde "geschlossen" stehen (Pferdeleute wissen jetzt genau wovon ich spreche). Sprich: Vorderbeine nebeneinander, Hinterbeine nebeneinander. Und nicht alle vier Pfoten "querbeet". 

Natürlich lässt sich vieles retuschieren. Aber nur weil es möglich ist, muss man sich die Arbeit nicht unnötig machen.

Kleiner Tipp: Wenn ihr die Leine später weg retuschieren möchtet, achtet darauf, dass der Haken am Halsband vorher schon aus Foto-Perspektive nicht mehr zu sehen ist, weil gerade die Ringe am Halsband manchmal wirklich undankbar sein können, wenn das fehlende Teil vom Haken am PC rekonstruiert werden muss.

Achtet außerdem darauf, dass die Leine nicht an einer Kante wie zum Beispiel der Schulter entlang geht -dort kann es später auch etwas mühsam werden, diese zu entfernen. 

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RAW-Datei (unbearbeitet), Gesicht mit störenden Elementen und Schmutz an den Augen. Kann man weg retuschieren, kostet aber unnötig Zeit und vor dem Foto nur ein paar Sekunden.
Viele belächeln mich oft, wenn ich sage, dass jeder Hund bei mir eine "
Beauty-Retusche" bekommt -aber wenn ihr mal alles fein säuberlich entfernt und dann einmal ein Blick auf das "Vorher/Nachher" werft, macht das einen wirklich großen Unterschied. Es sind nicht nur ordentlicher aus, sondern lässt das Bild weniger unruhig wirken.

RAW-Datei (unbearbeitet), hier wäre es tatsächlich nicht ganz so einfach, die Leine komplett weg zu retuschieren. KI könnte da eine Hilfe sein, muss aber nicht

RAW-Datei (unbearbeitet), hier könnte es ebenfalls schwierig werden, ohne einen Verlust der Fellstruktur im Kantenbereich zu haben

Lieber vorher als später

Für mich beginnt Bildbearbeitung deshalb nicht erst in Lightroom oder Photoshop.

Viele Entscheidungen, die den späteren Look beeinflussen, treffe ich schon beim Fotografieren.

Je sauberer die Ausgangsdatei ist, desto mehr kann ich mich in der Bearbeitung auf das konzentrieren, was mir wirklich wichtig ist, statt erst einmal Dinge zu reparieren, die sich vorher hätten vermeiden lassen.

ÜBER UNS

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KIM & OAKLEY

Ich bin Kim, Fotografin und die Person hinter unserem Instagram-Account @malinois.oakley. Gemeinsam mit meinem Malinois Oakley lebe ich im Sauerland und teile auf Instagram unser Leben zwischen Natur, Training, Fotografie und dem ganz normalen Chaos mit Hund.

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